Opernaufführungen
Im Gegensatz zu dem in den reformierten Kantonen unter dem Ancien Régime geltenden Opernverbot durften in Luzern schon im 18. Jahrhundert Schauspiele mit Musik aufgeführt werden. In der Stadt ansässige Komponisten wie Franz Xaver Leonti Meyer von Schauensee (1720–1789) und Constantin Reindl (1738–1799) konnten so für die Bühne zahlreiche Werke schreiben. Der deutsche Jesuit Reindl schrieb Operetten für das jesuitische Schultheater, der Luzerner Patrizier Meyer von Schauensee, Organist und Chorherr zu Sankt Leodegar im Hof, für die Konkordiagesellschaft in Engelberg. Von vielen dieser Bühnenwerke ist allerdings nur das Textheft erhalten, von Xaver Guggenbühlers Werk gar nur der Eintrag im Katalog der Theater- und Musikliebhabergesellschaft Luzern (vgl. Notenkatalog).
Iphigenia, ein Sing-Spiel, in zween Aufzügen … in die Musik gesezt … von Herrn Joseph Meyer Hrn. von Schauensee, 1785 (ZHB Luzern, 1809.8)
Constantin Reindl, Der Dorfschulmeister: eine Operette (ZHB Luzern, Mus. 301)